Grunderwerbsteuer-Rechner 2026
Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten nach den Sätzen aller 16 Bundesländer.
Grunderwerbsteuer 2026 für alle 16 Bundesländer (3,5 bis 6,5 Prozent) berechnen, mit Abzug für Einbauküche, Notar, Grundbuch und Maklerprovision.
Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten
Auf einen Blick
- Die Grunderwerbsteuer beträgt 2026 je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises.
- Bayern erhebt 3,5 Prozent; Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein 6,5 Prozent.
- Zuletzt geändert hat Bremen den Satz: 5,5 Prozent seit dem 1. Juli 2025.
- Mitverkaufte Einbauküche und Möbel gehören nicht zur Bemessungsgrundlage, wenn sie im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sind.
- Käufe zwischen Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern und Verwandten in gerader Linie sind steuerfrei (§ 3 GrEStG).
Stand: Juni 2026. Quelle: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) §§ 3, 8, 9, 11 mit den Landesgesetzen über den Steuersatz.
Wie die Steuer berechnet wird
Grundlage ist die Gegenleistung, beim Kauf also der Kaufpreis (§§ 8, 9 GrEStG). Darauf wird der Satz des Landes angewendet, in dem das Grundstück liegt, und das Ergebnis auf volle Euro abgerundet (§ 11 Abs. 2 GrEStG). Seit 2006 dürfen die Länder den Satz selbst festlegen; bis auf Bayern haben alle ihn seitdem angehoben.
Beispiel: Eigentumswohnung für 400.000 Euro in Nordrhein-Westfalen
6,5 Prozent von 400.000 Euro ergeben 26.000 Euro Grunderwerbsteuer. Weist der Kaufvertrag 10.000 Euro für die Einbauküche gesondert aus, sinkt die Bemessungsgrundlage auf 390.000 Euro und die Steuer auf 25.350 Euro. In Bayern wären es beim selben Preis 14.000 Euro.
Fällig wird die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids. Erst danach stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, und das Grundbuchamt trägt den Käufer als Eigentümer ein (§ 22 GrEStG).
Was zur Bemessungsgrundlage gehört
- Nicht dazu gehören bewegliche Gegenstände wie Einbauküche, Möbel, Markise oder Gartengeräte, sofern sie im Kaufvertrag gesondert und mit einem angemessenen Wert aufgeführt sind.
- Dazu gehört bei Eigentumswohnungen der Anteil an der Instandhaltungsrücklage; er darf nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs seit 2020 nicht mehr abgezogen werden.
- Wird ein Grundstück gekauft und gleichzeitig mit demselben Verkäufer oder Bauträger ein Bauvertrag geschlossen, kann auch der Hauspreis zur Bemessungsgrundlage zählen (einheitliches Vertragswerk).
Steuerfreie Erwerbe
- Grundstücke bis 2.500 Euro Kaufpreis (§ 3 Nr. 1 GrEStG).
- Erwerbe durch Erbschaft oder Schenkung; hier gilt die Erbschaft- und Schenkungsteuer (§ 3 Nr. 2 GrEStG).
- Erwerbe zwischen Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern, auch bei der Vermögensauseinandersetzung nach einer Scheidung (§ 3 Nr. 4 und 5 GrEStG).
- Erwerbe zwischen Verwandten in gerader Linie, also Eltern, Kindern und Enkeln, und deren Ehegatten (§ 3 Nr. 6 GrEStG). Geschwister, Nichten und Neffen sind nicht befreit.
Wie viel Schenkungsteuer bei der Übertragung einer Immobilie an Kinder anfällt, berechnet der Erbschaftsteuerrechner.
Die übrigen Kaufnebenkosten
Für den Notar und das Grundbuchamt fallen beim Kauf zusammen meist 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises an; die genauen Gebühren legt das Gerichts- und Notarkostengesetz fest. Wird der Kauf finanziert, kommt die Eintragung der Grundschuld hinzu. Ist ein Makler beteiligt, den beide Seiten beauftragt haben, zahlt der Käufer beim Kauf eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung höchstens die Hälfte der Provision, üblich sind 3,57 Prozent inklusive Umsatzsteuer (§ 656c BGB).
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?
Je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Bayern erhebt 3,5 Prozent, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein 6,5 Prozent. Maßgeblich ist das Land, in dem das Grundstück liegt.
Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?
Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer sie gemeinsam. Im Kaufvertrag wird fast immer vereinbart, dass der Käufer sie trägt. Erst wenn sie bezahlt ist, stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die der Käufer nicht ins Grundbuch eingetragen wird.
Kann ich die Grunderwerbsteuer senken?
Ja, wenn mitverkaufte bewegliche Gegenstände wie eine Einbauküche, Möbel oder eine Markise im Kaufvertrag mit einem angemessenen Preis gesondert ausgewiesen werden. Sie gehören nicht zur Bemessungsgrundlage. Die Instandhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung zählt dagegen nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs seit 2020 zum Kaufpreis.
Wann fällt keine Grunderwerbsteuer an?
Bei Erbschaften und Schenkungen, bei Käufen zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern, zwischen Eltern, Kindern und Enkeln sowie bei Grundstücken bis 2.500 Euro (§ 3 GrEStG). Geschwister zahlen dagegen Grunderwerbsteuer, wenn sie untereinander kaufen.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten insgesamt?
Zur Grunderwerbsteuer kommen Notar und Grundbuch mit zusammen etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises, bei einer Finanzierung etwas mehr für die Grundschuld. Mit Makler kommen meist 3,57 Prozent für den Käufer hinzu. Insgesamt sind das je nach Land etwa 5 bis 12 Prozent.