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Inflationsrechner

Kaufkraftverlust und Geldentwertung über die Jahre berechnen.

Kaufkraft eines Geldbetrags seit 1991 berechnen, mit dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts, Wertverlust und mittlerer Inflationsrate.

Kaufkraft und Inflation verstehen

Auf einen Blick

  • Der Verbraucherpreisindex für Deutschland stand im Juni 2026 bei 124,6 Punkten (2020 = 100).
  • 10.000 Euro aus dem Jahr 2000 haben heute noch eine Kaufkraft von rund 6.059 Euro.
  • Von 2000 bis 2025 stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 2,0 Prozent pro Jahr.
  • Die Inflationsrate lag 2022 bei 7,9 Prozent und 2023 bei 5,9 Prozent.

Stand: Juni 2026. Quelle: Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex (Tabelle 61111-0001).

So rechnet der Rechner

Grundlage ist der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts. Er steht für das Jahr 2020 auf 100 und zeigt, wie sich die Preise eines festen Warenkorbs entwickeln. Der heutige Wert eines Betrags ist der Betrag mal Index des Startjahres, geteilt durch den aktuellen Index. Für das Startjahr nimmt der Rechner den Jahresdurchschnitt, für heute den neuesten veröffentlichten Monatswert.

10.000 Euro aus dem Jahr 2000

Index 2000: 75,5. Aktueller Index: 124,6. Kaufkraft heute: 10.000 × 75,5 ÷ 124,6 = 6.059 Euro. Wer im Jahr 2000 10.000 Euro unter das Kopfkissen gelegt hat, kann sich heute nur noch Dinge im Wert von gut 6.000 Euro damaliger Preise kaufen. Umgekehrt kostet heute 16.503 Euro, was im Jahr 2000 für 10.000 Euro zu haben war. Die Preise sind von 2000 bis 2025 im Schnitt um 2,0 Prozent pro Jahr gestiegen.

Was im Index steckt

Der Warenkorb umfasst rund 650 Güterarten, von Brot und Miete über Strom und Kraftstoff bis zu Friseur und Pauschalreise. Jede Position ist nach ihrem Anteil an den Ausgaben der privaten Haushalte gewichtet. Die Gewichte werden etwa alle fünf Jahre an das Verbrauchsverhalten angepasst, zuletzt mit dem Basisjahr 2020.

Die amtliche Inflationsrate ist deshalb ein Durchschnitt. Wer einen großen Teil seines Geldes für Energie und Lebensmittel ausgibt, erlebt in Jahren mit stark steigenden Energiepreisen eine höhere persönliche Teuerung als der Index ausweist. Das Statistische Bundesamt bietet dafür einen persönlichen Inflationsrechner an, in dem man die eigenen Ausgabenanteile einträgt.

Die Jahre 2021 bis 2023

Von 2020 bis 2023 stieg der Index von 100 auf 117,9, also um fast 18 Prozent in drei Jahren. 2022 lag die Inflationsrate bei 7,9 Prozent, der höchste Wert seit der Wiedervereinigung, 2023 bei 5,9 Prozent. Seitdem bewegt sie sich wieder um 2 Prozent.

Sparguthaben ohne Zinsen

10.000 Euro, die 2020 ohne Zinsen auf dem Konto lagen, hatten im Jahresdurchschnitt 2023 eine Kaufkraft von 10.000 ÷ 1,179 = 8.482 Euro. Der Kontostand blieb gleich, der Verlust von gut 1.500 Euro taucht auf keinem Auszug auf.

Zinsen und Inflation

Ob ein Guthaben an Wert gewinnt, hängt vom Realzins ab, näherungsweise Zinssatz minus Inflationsrate. Ein Tagesgeld mit 2 Prozent Zinsen bei 2,2 Prozent Inflation verliert real 0,2 Prozent pro Jahr an Kaufkraft. Auf Zinserträge über dem Sparerpauschbetrag fällt zusätzlich Abgeltungsteuer an, die den Realzins weiter senkt.

Der Rechner beginnt 1991, dem ersten Jahr mit Daten für ganz Deutschland. Für ältere Beträge in D-Mark gibt es den DM-Rechner, der denselben Index für das frühere Bundesgebiet ab 1958 verwendet.