Diceware-Passwortgenerator
Merkbare Passphrasen aus einer Diceware-Liste mit 7.776 Wörtern erzeugen.
Merkbare Passphrasen aus einer deutschen Diceware-Liste mit 7.776 Wörtern, ausgewählt mit dem kryptografischen Zufallsgenerator des Browsers.
Sichere Passphrasen nach dem Diceware-Verfahren
Auf einen Blick
- Eine Diceware-Liste enthält 6 hoch 5 = 7.776 Wörter, eines für jedes Ergebnis von fünf Würfelwürfen.
- Jedes zufällig gezogene Wort trägt 12,9 Bit Entropie bei; sechs Wörter ergeben rund 77 Bit.
- Sechs Wörter bedeuten etwa 2,2 · 10^23 mögliche Passphrasen, mehr als ein zufälliges Passwort aus 12 Zeichen mit Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
- Die Sicherheit hängt allein vom Zufall bei der Auswahl ab, nicht davon, ob ein Angreifer die Wortliste kennt.
Stand: Oktober 2026. Quelle: Arnold G. Reinhold, Diceware-Verfahren (1995); BSI, „Sichere Passwörter erstellen“.
Wie das Verfahren funktioniert
Diceware wurde 1995 von Arnold Reinhold beschrieben. Ursprünglich würfelt man fünfmal mit einem gewöhnlichen Würfel und schlägt die Zahlenfolge, etwa 3-6-1-2-4, in einer Liste mit 7.776 Wörtern nach. Das wiederholt man für jedes Wort. Der Generator ersetzt die Würfel durch den kryptografischen Zufallsgenerator des Browsers und sorgt dafür, dass jedes Wort exakt gleich wahrscheinlich ist.
Wie viele Wörter sinnvoll sind
- 4 Wörter (rund 52 Bit): ausreichend für Konten, die Fehlversuche begrenzen, etwa die Anmeldung bei einem Onlinedienst.
- 5 Wörter (rund 65 Bit): gute Wahl für die meisten Konten.
- 6 Wörter (rund 77 Bit): für das Hauptpasswort eines Passwortmanagers, für die Festplattenverschlüsselung und das E-Mail-Postfach.
- 7 Wörter und mehr (rund 90 Bit): für Schlüssel, die auch in Jahrzehnten noch Rechenangriffen standhalten sollen.
Warum lange Passphrasen besser sind als komplizierte Passwörter
Ein zufälliges Passwort aus 12 Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und 10 Sonderzeichen hat rund 74 Bit. Sechs Diceware-Wörter erreichen sogar etwas mehr, lassen sich aber leichter merken und fehlerfrei tippen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt lange Passwörter aus wenigen Zeichenarten als gleichwertige Alternative zu kurzen, komplizierten.
Was die Sicherheit zunichtemacht
Selbst ausgedachte „zufällige“ Wortfolgen, Liedzeilen oder Sprichwörter sind kein Diceware: Menschen wählen vorhersehbar, und genau solche Sätze stehen in den Listen der Angreifer. Ebenso wenig hilft es, eine erzeugte Passphrase so lange neu zu würfeln, bis sie gefällt. Jede Passphrase gehört außerdem zu genau einem Konto.
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