Beton- und Fundamentrechner
Betonvolumen, Zement, Kies, Wasser und Trockenbeton-Säcke für Fundamente.
Betonmenge für Bodenplatte, Streifen- und Punktfundament berechnen: Volumen, Gewicht, Zement, Kies und Wasser für C20/25 oder Säcke Trockenbeton.
Beton für Fundamente richtig berechnen
Auf einen Blick
- Ein Kubikmeter Beton C20/25 aus Baustellenmischung braucht rund 320 kg Zement, 1.880 kg Kies-Sand 0/16 und 175 Liter Wasser.
- Das entspricht einem Mischungsverhältnis von 1 Teil Zement auf 4 Teile Kies-Sand.
- Ein 25-kg-Sack Trockenbeton ergibt etwa 12 Liter Frischbeton; für einen Kubikmeter sind rund 84 Säcke nötig.
- Fundamente müssen in den meisten Regionen Deutschlands mindestens 80 cm tief bis unter die Frostgrenze reichen.
Stand: Oktober 2026. Quelle: Richtwerte für Baustellenbeton C20/25; Herstellerangaben für Trockenbeton.
Womit der Rechner rechnet
Das Volumen ergibt sich aus Länge mal Breite mal Tiefe. Für das Material geht der Rechner von einem Beton der Festigkeitsklasse C20/25 aus, wie er für Fundamente im Garten üblich ist. Je Kubikmeter Frischbeton sind das rund 320 kg Zement, 1.880 kg Kies-Sand mit der Körnung 0/16 und 175 Liter Wasser. Ein Kubikmeter fertiger Beton wiegt damit etwa 2,4 Tonnen.
Auf die Materialmengen kommt die eingestellte Reserve. Grubenwände sind selten gerade, beim Mischen bleibt etwas in der Wanne, und eine fehlende Schubkarre am Ende ist teurer als ein angebrochener Sack. Fünf Prozent genügen bei geschalten Fundamenten, bei Fundamenten direkt gegen das Erdreich sind zehn Prozent realistischer.
Streifenfundament für eine Gartenmauer
Länge 6 m, Breite 30 cm, Tiefe 80 cm: 6 × 0,3 × 0,8 = 1,44 m³. Mit 5 Prozent Reserve werden 1,51 m³ angesetzt. Selbst gemischt sind das 484 kg Zement (20 Säcke à 25 kg), 2.843 kg Kies-Sand 0/16 und etwa 265 Liter Wasser. Mit Trockenbeton wären es 126 Säcke à 25 kg. Spätestens bei dieser Menge lohnt der Anruf beim Betonwerk.
Das Mischungsverhältnis 1 : 4
Auf der Baustelle wird in Raumteilen gemischt: ein Teil Zement auf vier Teile Kies-Sand, also eine Schaufel Zement auf vier Schaufeln Kies. Das entspricht ziemlich genau den Gewichtsangaben im Rechner, weil Zement leichter ist als Kies.
- Zement: im Baumarkt meist CEM II 32,5 im 25-kg-Sack. Er muss trocken gelagert sein, verklumpter Zement gehört nicht in den Beton.
- Gesteinskörnung: Betonkies oder Kies-Sand 0/16. Die Zahlen geben die kleinste und größte Korngröße in Millimetern an. Reiner Sand ergibt Mörtel und für ein Fundament zu wenig Festigkeit.
- Wasser: so viel, dass der Beton erdfeucht bis weich ist. Jeder Liter zu viel verringert die Festigkeit. Ein Wasser-Zement-Wert von 0,55 bedeutet 0,55 Liter Wasser je Kilogramm Zement. Nasser Kies aus dem Big Bag bringt schon Wasser mit.
Typische Maße
Fundamente müssen bis unter die Frostgrenze reichen, sonst hebt gefrierendes Wasser im Boden sie an. In den meisten Regionen Deutschlands rechnet man mit 80 cm, in Höhenlagen mit bis zu 120 cm. Verbindlich sind die örtlichen Vorgaben.
- Punktfundament für Carport oder Pergola: meist 40 × 40 cm, 80 cm tief, je Pfosten etwa 0,13 m³.
- Streifenfundament für eine Gartenmauer: 30 bis 40 cm breit, frostfrei tief.
- Bodenplatte für ein Gartenhaus: 10 bis 15 cm Beton auf 15 bis 20 cm verdichtetem Schotter, häufig mit einer Baustahlmatte bewehrt.
Sechs Punktfundamente für einen Carport
Je Fundament 0,4 × 0,4 × 0,8 m = 0,128 m³, zusammen 0,768 m³. Mit 10 Prozent Reserve: 271 kg Zement (11 Säcke), 1.589 kg Kies-Sand 0/16 und 148 Liter Wasser. Alternativ 71 Säcke Trockenbeton à 25 kg oder 45 Säcke à 40 kg.
Sackware, selbst mischen oder Transportbeton
Ein 25-kg-Sack Trockenbeton ergibt rund 12 Liter Frischbeton, ein 40-kg-Sack rund 19 Liter. Für einen Kubikmeter braucht es also etwa 84 kleine Säcke. Sackware ist bequem für einzelne Pfosten und kleine Fundamente bis etwa einen halben Kubikmeter.
Zement und Kies getrennt zu kaufen ist deutlich billiger, macht aber mehr Arbeit und braucht einen Mischer. Ab etwa einem Kubikmeter wird Transportbeton interessant. Bei kleinen Mengen berechnen Betonwerke einen Mindermengenzuschlag, und der Fahrmischer muss nah genug an die Baustelle kommen. Sonst kommt eine Betonpumpe dazu.
Nach dem Betonieren
Beton erhärtet durch eine chemische Reaktion mit dem Wasser. Trocknet er zu schnell aus, bleibt die Oberfläche mürbe und reißt. Frischen Beton deshalb mindestens drei bis sieben Tage feucht halten, abdecken und vor praller Sonne und Frost schützen. Seine Normfestigkeit erreicht er nach 28 Tagen.
Für Fundamente von Garagen, Anbauten und allem, was zu einem Wohnhaus gehört, braucht es eine Statik. Bei Flächen, die nass werden und frieren, etwa einer Bodenplatte im Freien, verlangt die Norm mindestens einen Beton C25/30. Der Rechner ermittelt Mengen und ersetzt keine Planung.